29.08.2011
Pressemitteilung Nr. 69/2011
Städtische Galerie: Ausstellungen der Künstlerin Ulrike Schmitt alias Rimaschi
Von 10. September bis 02. Oktober 2011 zeigt die städtische Galerie im Rahmen der Reihe „Kunst im Burggrafiat“ die Ausstellung „Knitterage – Falten – Gestalten“ von Ulrike Marianne Schmitt alias Rimaschi. Gezeigt werden Bildern, Collagen und Skulpturen, die mit der von ihr entwickelten Technik erstellt wurden.
>> Die Ausstellungseröffnung, zu der die Galerie alle Interessierte recht herzlich einlädt, findet am Samstag, 10. September 2011, 20.00 Uhr, statt. Die Begrüßung erfolgt durch Christoph Burkhard, Bürgermeister der Stadt Alzey, einführende Worte spricht Herr Dipl. Psychologe Kai Krämer. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung durch Herrn Manfred Lahm am Akkordeon.
>> Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 15.00 bis 17.00 Uhr, samstags und sonntags zusätzlich von 10.00 bis 12.00 Uhr. Am Samstag, den 17. September, bleibt die Ausstellung geschlossen.
Zusätzlich wird am letzten Wochenende der Ausstellung, am 01. und 02.
Oktober, die Knitteragetechnik bei der Entstehung zu sehen sein: „Künstler in Aktion“.
Weitere Infos unter www.alzey.de
Ausstellung im Burggrafiat 29.09.2011 - ALZEY (red). Unter dem Motto „Künstlerin in Aktion“ stellt Rimaschi, alias Ulrike Schmitt, zum Ende ihrer Ausstellung „Knitterage Falten - Gestalten“ die von ihr entwickelte Technik vor. Gezeigt wird die Knitterage mit unterschiedlichen Materialien wie Pigmenten, Öl, Tusche und Kreiden auf speziellen Papieren. Rimaschi und die städtische Galerie laden herzlich dazu ein, am Samstag, 1., und Sonntag, 2. Oktober, während der Öffnungszeiten mehr über die Künstlerin und ihre Arbeit zu erfahren. Die städtische Galerie im Burggrafiat, Schlossgasse 11, ist täglich von 15 bis 17 Uhr, samstags und sonntags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Falten-Gestalten im Burggrafiat
07.09.2011 - ALZEY
(gri). Vom 11. September bis 2. Oktober zeigt die städtische Galerie im Rahmen der Reihe „Kunst im Burggrafiat“ eine Ausstellung unter dem Namen „Knitterage-Falten-Gestalten“ mit Werken der Künstlerin Ulrike Marianne Schmitt alias „Rimaschi“. Gezeigt werden Bilder, Collagen und Skulpturen, die durch eine eigens von der Künstlerin entwickelte Technik entstanden sind.
Die Vernissage zur Kunstausstellung findet am Samstag, 10. September, um 20 Uhr im Burggrafiat, Schlossgasse 11, statt. Die Begrüßung erfolgt durch Bürgermeister Christoph Burkhard. Einführende Worte spricht Diplom-Psychologe Kai Krämer. Manfred Lahm begleitet den Abend musikalisch mit dem Akkordeon.
Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 10 und 12 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr. Zusätzlich wird am letzten Wochenende der Ausstellung, am 1. und 2. Oktober, im Rahmen der Reihe „Künstler in Aktion die Knitterage-Technik bei der Entstehung zu sehen sein“.

Bericht aus der Alzeyer Zeitung vom 23.4.2010
Wormser Zeitung
Gesichter in zerknülltem Papier
11.10.2010 - BÜRSTADT
Von Sabine Weidner
VIELFALT Bürstädter Künstlerausstellung mit unterschiedlichsten Gestaltungsformen
Was ist eigentlich Kunst? Darüber streiten sich die Geister. Zur Kunstausstellung des Bürstädter Künstlervereins am vergangenen Wochenende hat es gleichsam unterschiedliche Aussagen vom eher negativ betonten „Kunst kommt von Können“ bis zum ehrlichen „Ich bin fasziniert“ gegeben. Das sehr altersgemischte Publikum war sich jedoch einig: „Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, Kunst ist individuell und deshalb auf so unterschiedliche Art ansprechend.“
Das Entdeckungsabenteuer begann bereits bei der Ankunft vor dem Bürgerhaus mit dem großen, fantasieträchtigen Exponat „Riedochse“. Künstler des Vereins fertigten es nach Impulsen der Besucher der Frühjahrsausstellung an. Weiß und schief lächelnd auf staksigen Beinen repräsentierte der „Riedochse“ von tollpatschig bis liebenswert und treudoof jedes Klischee, das ihm zugeschrieben wurde. Im Bürgerhaus selbst fanden sich 242 Gemälde von Acryl über Kreidetechnik bis hin zu Öl, 136 Skulpturen aus Holz, Metall, Kristallglas oder Gips, 59 Fotografien oder digital bearbeitete Exponate.
Die 13. Kunstausstellung hat Tradition und bringt dennoch immer wieder Neues ins Ried. So etwa die Premiere eines neuen, patentierten Kunststils: die Knitterage, die aus Falten Kunst werden lässt. Ulrike Marianne Schmitt, als „Rimaschi“ bekannt, gehört dem Bürstädter Verein an und hat die Technik entwickelt. Das aufwendige Verfahren basiert auf vorwiegend ungeregelt zerknülltem Papier, dessen wieder entfaltete Linien nach der Bearbeitung mit Kohle, Radiergummi und Farbe die Begrenzungen für Figuren und Gesichter bilden. „Das habe ich beim Müllentsorgen entdeckt“, beschrieb die Künstlerin. In einem entsorgten und wieder glatt gestrichenen Papier entdeckte sie Gesichter, Figuren und Gestalten und hob diese mit feinstaubigen Farben hervor - die Knitterage war geboren.
Zum ersten Mal waren die Künstler der Behinderten Werkstätten aus Bensheim zu Gast, zu denen der Künstlerverein einen intensiven Kontakt pflegt. „Ich habe Rotweinwellen gemalt“, berichtete Helga, eine der Künstlerinnen mit Handicap. Mit dem färbenden Traubensaft hat sie ihr grünlastiges Bild aufgemöbelt und wirkliche Wellen hervorgehoben. Große Nasen haben es Jürgen angetan. In allen Farben malt er Köpfe mit auffälligen Riechorganen. Die Technik hat er selbst entwickelt und setzt jetzt auch mit farbigen Hintergründen Akzente. Mehmet Tas liebt knallige Farben, die er flächig zu abstrakten Figuren mit ebensolchen Hintergründen zusammenfügt - sein Material sind Eddingstifte.
Die Schüler der Erich Kästner-Schule haben aussagekräftige Fotos zum Thema „Food in style“ entstehen lassen. Aus Kressebeeten wurde ein Urwald mit asiatischem Kämpfer, Bananen in Scheiben glänzten auf einem Glasteller und jeder aufspritzende Tropfen beim Fall einer Zitrone in ein Wasserglas wurde von ihnen auf Papier gebannt. Der Wahlpflichtunterricht an der Bildungseinrichtung machte es möglich. Andere Künstler, wie André Link, experimentierten digital mit Obst oder Gemüse, wobei regelrechte Suchbilder entstanden, die den genauen Betrachter für längere Zeit fesseln.
Friedensreich Hundertwasser, der Liebhaber verspielter Formen und leuchtender Farben, stand Pate für die „Woodoos“ von Eckhard Theißen. Der Mannheimer Künstler entdeckte seine Leidenschaft für Schwemmholz in seinen skurrilen Formen. Diese nutzt er als Grundlage für flächendeckende Verzierung mit Motiven nach Art des österreichischen Künstlers. Am lebenden Objekt verkünstelt sich Michaela Zeng am liebsten. Die Lampertheimer Bodypainterin gab sogar eine Live-Performance am Sonntagnachmittag.
Das Fazit von Künstlervereinschef Kurt Brenner: „Alles Ansichtssache, wir haben 50 Prozent Wiederholungstäter mit neuen Ausstellungsstücken und 50 Prozent ganz neue Kunstrichtungen vertreten.“ Damit sorge man für ein gutes Verhältnis des Angebots, so dass jeder Besucher in jedem Jahr auch Neues für sich entdecken kann. .